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Kunst und Kultur in Unternehmen: Dipl.biol.univ. Stephan Rollfinke vom Renata Rollfinke Verlag im Interview

Die Interviews gehen weiter!

Im Rahmen meiner Recherchen, ob und wie Kunst & Kultur für Unternehmen auch in den Maßnahmen rund um Nachhaltigkeit ein Thema ist, hat mich auch zum Renata Rollfinke Verlag geführt. Dipl.biol.univ. Stephan Rollfinke, Leiter der Organisation, hat zu diesem Thema einige sehr interessante Antworten geliefert.

Dipl.biol.univ. Stephan Rollfinke

Dipl.biol.univ. Stephan Rollfinke

Herr Rollfinke, Ihr Unternehmen engagiert sich besonders für das Thema CSR (Corporate Social Responsibility). Warum ist Ihnen das so wichtig?

RRV: Die Gründung des Unternehmens, mit seiner sehr speziellen Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, innere Werte und soziale Aspekte, geschah nachdem das Gründerehepaar schwere Schicksalsschläge überstanden hatten. Die persönliche Neuausrichtung im eigenen Leben führte zu dem Wunsch, einen Beitrag zu einer humaneren Welt zu leisten. Es ist unsere Mission, mit unseren Publikationen, ein tieferes gegenseitiges Verständnis der Menschen, über die Barrieren ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeiten hinweg, zu fördern. Mithilfe dieses Engagements können unsere LeserInnen „lesen und helfen“.

Die drei klassischen Säulen von CSR sind Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft. Der Begriff „Kulturelle Nachhaltigkeit“ ist weniger etabliert. Können Sie Kunst und Kultur als weitere Säule von CSR sehen?

RRV: Wenn Sie die Literatur als Teil der Kunst betrachten, kann ich Ihnen zustimmen und möchte sogar noch ein Stück weiter gehen. Zunächst möchte ich feststellen, dass Kunst eine Ausdrucksform von Kultur ist, ein Teil der Menschwerdung und immanente Ausdrucksform menschlichen Seins. Ich sehe daher die Kultur, und damit die Kunst, als ein Netzwerk, welches im Gebäude der CSR die Säulen der Nachhaltigkeit miteinander verbindet.

Wie kann Kunst und Kultur in Unternehmen umgesetzt werden?

RRV: Generell halte ich die Berücksichtigung von Aspekten der Nachhaltigkeit in der täglichen Unternehmensführung für sehr wichtig. Wenn es organisatorisch und finanziell möglich ist – und gerade im Bereich der Organisation gibt es sehr kreative Instrumente, wo mit wenig Geld eine gute Wirkung erzielbar ist – sehe ich sehr gute Möglichkeiten, sich auch durch Kunst im CSR-Bereich zu positionieren. Natürlich entspricht dies nicht den noch immer gängigen Philosophien von „höher, schneller, weiter… und möglichst immer mehr davon“ und auch keinesfalls einer „Geiz ist geil!“ – Mentalität.

Ich bin übrigens gerade dabei, einen Business Club für nachhaltige Unternehmensführung in Österreich zu gründen. Dieser Club wird in ganz Österreich tätig sein und soll gerade auch kleine und kleinste Unternehmen in ihren Bestrebungen unterstützen, CSR- und Nachhaltigkeitsstrukturen auf strategischer Ebene, im Marketing aber gerade auch im täglichen Geschäft umzusetzen und zu etablieren. Hier wird selbstverständlich auch Kunst und Kultur ein wesentliches Thema sein. Interessierte Unternehmer und Unternehmerinnen können sich diesbezüglich gerne jetzt schon an mich wenden.

Wie sehen Sie Kunst für Ihr Unternehmen grundsätzlich?

RRV: Hier gibt es eine klare Antwort für uns als Verlag: Kunst ist zum einen Unternehmenszweck, schließlich produzieren wir Bücher und damit Literatur. Schwerpunkt unserer verlegerischen Arbeit ist aber die Thematik unterschiedlicher Lebenswirklichkeiten. So gehen wir sehr wohl einen Schritt weiter als nur irgendwelche Bücher zu produzieren. Auch wir sind bemüht, einen gewissen Kunst–Anspruch umzusetzen der seinen Ausdruck durch unsere strategische Festlegung im CSR-Bereich findet.

Wie können auch kleine Unternehmen mit wenig Budget Kunst und Kultur in ihrem Unternehmen integrieren?

RRV: Gerade für kleine und kleinste Unternehmen mit geringem Budget bietet sich Kunst als Mittel zum Dialog mit den unterschiedlichsten Stakeholdern des Unternehmens an – also mit den Mitarbeiten, Kunden, Partnern, Behörden und überhaupt mit allen Kontakten in Wechselwirkung mit dem Unternehmen.  Darüber hinaus kann auch bei einem kleinen Budget Kunst und kulturelle Aktivität zu einem wichtigen Imageträger werden und als erweitertes Marketinginstrument sehr hilfreich sein.

Hoch interessante Aspekte ergeben sich vermutlich in noch stärkerem Maße für große Unternehmen, die Marken besitzen, diese pflegen und intensive Öffentlichkeitsarbeit betreiben, und auch müssen. Neben den soziokulturellen Aspekten eines unternehmerischen, kulturellen Netzwerkes im Rahmen der CSR ergeben sich hier weitere Handlungsfelder im Bereich der Repräsentation aber auch das innovative Investmentinstrument des Art Asset Management.

Jedenfalls ist einfühlsames und klug platziertes Corporate Art Management im Rahmen von PR- und CSR Strategien nicht nur ein Imageträger, sondern in der Tat sogar ein Umsatzträger.

Ihre persönliche Meinung zu Nachhaltigkeit und Kunst

RRV: Zielführendes Corporate Art Management, welches auch in kleinen Unternehmen realisierbar ist, bedarf einer nachhaltigen Organisation. Wie generell im strategischen Bereich, handelt es sich hier nicht um kurzfristig einzusetzende Instrumente. Eine gute Planung über einen längeren Zeitraum, die Koordination mit anderen Marketinginstrumenten, sowie mit Mission, Vision und Leitbild des Unternehmens, sind unabdingbare Voraussetzungen um durch nachhaltige Umsetzung von Corporate Art kulturelle Strukturen im Unternehmen zu generieren, die dann auch lang anhaltend zu einem positiven Image in der Öffentlichkeit und damit zu einer Wertsteigerung des Unternehmens beitragen.

Ein spannendes Gespräch und ein beeindruckendes Unternehmen. Wer mehr über das Unternehmen wissen möchte:

Kontakt: Renata Rollfinke Verlag, Gudrunstrasse 137-139/1/26, 1100 Wien,  +43 699 17174487, eMail: rollfinke.stephan@renatarollfinkeverlag.eu

Ich freue mich schon auf weitere interessante  Gespräche.

Mit kreativen Grüßen

Monika Iatrou, www.iatrou.at

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Über Monika Iatrou

Monika Iatrou About: Ich bin Malerin & Kulturmanagerin, Ghostwriter und noch einiges mehr ;-) Meine große Leidenschaft ist Kunst und Kultur und mir ist sehr wichtig, dass Kunst und Kultur viel mehr in unseren Alltag – auch in Unternehmen – integriert wird. Außerdem engagiere ich mich stark für den bewussten Umgang mit unseren Ressourcen sowie den Tierschutz und spreche mich heftig gegen die Massentierhaltung aus. Diese Form der "Lebensmittelproduktion" halte ich für Mensch und Tier inakzeptabel. Ich bin eine sehr kritische Konsumentin und trotzdem noch weit davon entfernt, perfekt zu sein. Ich bin eine Weltverbesserin, glaube an das Gute im Menschen und bin es trotzdem selbst nicht immer ;-). Deshalb veröffentliche ich auch was mich selbst interessiert, denn vielleicht interessiert das ja auch jemanden anderen ;-). Bis dann also + Bewusst bleiben. Monika Iatrou. http://www.iatrou.at

Diskussionen

3 Gedanken zu “Kunst und Kultur in Unternehmen: Dipl.biol.univ. Stephan Rollfinke vom Renata Rollfinke Verlag im Interview

  1. Du bist spitze!

    Von meinem iPhone gesendet

    Verfasst von Verena Leija | September 4, 2013, 6:05 pm
  2. Sie können das Thema gerne mit mir weiter diskutieren.
    +++ Besuchen Sie den RRV auf der fair.versity Austria +++

    Die Karrieremesse für vielfältige Talente – 27.9.2013 in der WKO

    Dipl.biol.univ. Stephan Rollfinke

    Verfasst von Stephan Rollfinke | September 5, 2013, 7:23 am

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